The Refiners Tomintoul 21 Jahre Moscatel Cask Finish

Meine Meinung zum… The Refiners Tomintoul 21 Jahre Moscatel Cask Finish

Dieser 21 jährige Tomintoul, von „The Refiners“, wurde für vier Monate in einem 80 Jahre alten und 62 Liter großen Moscatel-Sherry-Fass, aus der spanischen Bodega Jose Mellado Martin in Chipiona, gefinisht.

Der Tomintoul lagerte die gesamten 21 Jahre in einem Ex Bourbon Hogshead und wurde dann mit 51% Vol. in das Moscatel Fass gefüllt.

Nach dem die Nase und der Gaumen von Marco Mack (Der Kopf hinter diesem feinen Tropfen) grünes Licht zur Abfüllung des Fasses gab, wurden 81 Flaschen mit 49,4 % Vol. (Faßstärke) abgefüllt und für uns Genießer zur Verkostung bereitgestellt

Nun gibt es beim Kauf der Abfüllung noch einen besonderen Clou, Marco hatte sich im Vorfeld überlegt, dass es spannend wäre die Komponenten im einzelnen verkosten zu können. Das heißt, man bekommt zur 0,70 Liter Abfüllung des fertigen Whiskys zusätzlich je ein 2cl Sample des Ursprungs-Tomintoul, so wie er ins Moscatel Fass kam und je ein 2 cl Sample des 30 Jahre alten Moscatel-Sherrys, der im Vorfeld im Finish Fass lag.

Ich finde das war eine hervorragende Idee, so lässt sich die Auswirkung eines so tollen Fasses besser verstehen und nachvollziehen. Außerdem lassen sich so die Moscatel Noten besser im Tomintoul greifen und verstehen.

Mein Dank geht an Marco, der mich etwas am Finish Prozess teilhaben lies. Ich durfte den Tomintoul zwischendurch verkosten und bekam im Vorfeld des Release ein Sample des fertigen Tomintoul zugesendet.

Nosing:

Kaum ist das Glas an der Nase fällt mir auf, dass er gerne etwas Zeit benötigt bevor er sich ganz entfaltet. Lasst ihn also unbedingt etwas stehen bevor ihr euch drüber her macht. Nach etwas Zeit macht er voll auf, fruchtige Noten wie roter Apfel und Maracuja, ebenso Anflüge von Limette habe ich sofort in der Nase. Dahinter kommt etwas Getreide was sich sehr schön mit der Frucht paart. Süßer, würziger Waldhonig und etwas Leder. Echt toll die Nase, gefällt mir sehr gut…

Nachtrag: Nach dem das leere Glas etwas gestanden hat, hab ich eine leichte Marzipan Note in der Nase. Echt toll…

Tasting:

Auf der Zunge startet er vollmundig fruchtig. Apfel, Maracuja, Birne, Limette… Das Mundgefühl ist sehr massiv und voll, der Speichelfluss wird angeregt und macht direkt Lust auf mehr. Ihn macht eine schöne Süße aus, die ich der Frucht attestieren würde, dazu mischt sich eine leicht herbe Nuss (Walnuss mit der leicht herben Haut außen dran). Trockenfrucht hat er letztlich auch noch zu bieten, stark in die Richtung von Rosinen gehend.

Für so einen Dram benötigt man definitiv Zeit und Muße… hier kann man sich lange mit beschäftigen.

Abgang:

Der Abgang ist lang und wird dominiert von Frucht und Nuss, die diesen Whisky durch sein gesamtes Aromenfeld begleiten. Ganz besonders finde ich an seinem Abgang die Marzipan Note… also echt gaaaanz hinten kommt sie zum Vorschein. (Zumindest wenn man beim zweiten Dram das Marzipan am schon erwähnten leeren Glas hatte, da hat das Kopfkino mal wieder geöffnet

Fazit und Bewertung:

Jeder der mich kennt weiß, dass ich Marcos „The Refiners“ Abfüllungen sehr mag. Bei diesem Tomintoul kann ich wieder nur sehr lobende Worte finden. Für mich und meinen Geschmack passt hier alles. Sehr komplex, tief, vollmundig sensationeller Abgang und einfach Sau lecker… TipTop Marco!!!

Vielen Dank für diesen tollen Whisky.

Fakten:
HerkunftslandSchottland
AbfüllerThe Refiners (Destille: Tomintoul)
Alter21 Jahre + 4 Monate Finish
Alkoholgehalt49,4 % Vol.
FarbstoffNein
KältefiltrierungNein
FassartEx-Bourbon
Fass FinishMoscatel-Sherry-Cask
Preis139,90 €

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Milk and Honey Fortified Wine Cask (Feingeist)

Meine Meinung zum… Milk & Honey Fortified Wine Cask (Feingeist) 

„Du musst auch mal über den Tellerrand schauen!“

„Wieso? Gibt´s Nachtisch?“

Ja und diesmal nichts aus Schottland! 🙂

Die Milk & Honey Destille aus Israel, im Süden von Tel Aviv brachte im Jahr 2016 seine ersten Produkte auf den Markt und seit 2017 den ersten Single Malt Whisky.

Die Jungs und Mädels von Feingeist wagten den Blick über den sogenannten Tellerrand und entdeckten dieses Single Cask über das wir heute sprechen werden. Gelegen hat der Whisky drei Jahre in einem (Fortified Wine Cask), was ein allgemeiner Begriff für aufgesprittete Weine ist.

Laut Feingeist wird aber ein Ex-Portweinfass vermutet. Er kommt mit 58,8 % Vol. und ist weder gefärbt noch kältefiltriert.

Limitiert ist diese Abfüllung auf 378 Flaschen!

Nosing:

Der Kollege hat mit 58.8% Vol. ordentlich Druck im Kessel. In der Nase startet er stark fruchtig (Waldbeeren) mit etwas säuerlichen Anklängen, gepaart mit herber Würze, erinnert er mich an Blut Orangen. Sehr hervor sticht für mich eine Würze, die außergewöhnlich und für mich schwer zuzuordnen ist. Wie die Notes schon verraten trifft es Hagebutte tatsächlich sehr gut, glaubt mir, ich hab es verglichen mit einem sehr stark gezogenen Hagebutten Tee. Nach dem ersten Schluck kommt noch etwas Süße zur Nase dazu… 

Tasting:

Auf der Zunge ist der Antritt recht kräftig säuerlich, wieder diese (Waldbeeren) und Blut Orange, auf die eine schöne scharfe Würze folgt. Dazu gesellen sich noch weitere weinige Fruchtaromen, die von Eiche und Vanillesüße begleitet werden. Mit etwas Wasser wird er deutlich entspannter und öffnet sich etwas weiter… 

Abgang:

Der Abgang ist beeindruckend lang und hat einen schönen harmonischen Ausklang.

Fazit und Bewertung:

Für jeden der einmal über den Tellerrand der schottischen Whiskywelt gucken möchte, ist diese Abfüllung eine sehr gute Wahl. Erstaunlich wie viel Leben man so einem jungen Whisky einhauchen kann!

Mein Beitrag gibt lediglich meine unabhängige Meinung und meinen Eindruck wieder.

Fakten:
HerkunftslandIsrael
AbfüllerFeingeist (Destille: Milk & Honey)
Alter3 Jahre
Alkoholgehalt58,8 % Vol.
FarbstoffNein
KältefiltrierungNein
FassartFortified Wine Cask
Fass Finish/
Preis69,90 €

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Glenlossie Destillerie

Die Glenlossie Brennerei wurde 1876 von John Duff (einem ehemaligen Glendronach Manager) gegründet. John Duff führte die Brennerei bis zum Jahr 1896, dann übernahm H.Mackay die Führung, er war ebenfalls einer der Gründungsmitglieder.

1919 kaufte die Distillers Company Ltd Glenlossie. 1929 brannte die Glenlossie Destille und wurde dann 1930 an die Scottish Malt Distillers verkauft. 1971 wurde die Mannochmore Destillerie auf dem gleichen Gelände wie die Glenlossie Destille steht, errichtet. Heutzutage wird abwechselnd in den Brennhäusern gebrannt, jedoch werden die Fässer in den gleichen Lagerhäusern gelagert.

Heutzutage ist Diageo im Besitz der Brennerei, obwohl es so gut wie keine offiziellen Abfüllungen von der Destille gibt, ist sie sehr erfolgreich tätig und produziert hauptsächlich für die Blend Industrie. Hin und wieder gibt es unabhängige Abfüllungen wie zum Beispiel von Gordon & MacPhails, Signatory oder Douglas Laing. 

The Refiners Glenlossie 20 Jahre Tokaj-Finish

Meine Meinung zum… The Refiners Glenlossie 20 Jahre Tokaj-Fass Finish

Wir sprechen hier über eine unabhängige Abfüllung die der Marco Mack von Feingeist in Mömbris kreiert hat. Es handelt sich um einen Glenlossie der 20 Jahre in einem Ex-Bourbon-Fass gereift wurde, dieser wurde dann von Marco in einem Tokaj-Fass (Ungarischer Süßwein) 3 Monate und 3 Tage gefinisht. Er kommt in Fassstärke von 51,3 % Vol. daher, auch wenn man diese niemals erwartet. Der Alkohol ist dermaßen gut eingebunden. Ein Whisky, wie er für jeden der es Süß mag, im Buche steht.

Nosing:

Multivitamin Bonbons in der Flasche…

Ich finde damit ist über diesen Whisky schon viel gesagt. Die Nase ist dermaßen fruchtig, süß und weich, dass man die Fassstärke niemals erwarten würde. Förmlich riecht er wie aufgelöste Multivitamin Bonbons mit etwas Eichenwürze und Honig. Die Früchte sind hellerer Natur und wahnsinnig saftig.

Tasting:

Sobald man den Glenlossie im Mund hat, spürt man die Sirupartige Konsistenz auf der Zunge, dessen Wahrnehmung durch die enorme Süße noch verstärkt wird. Den Alkohol spürt man nie. Saftige, helle Früchte die man schon von der Nase kennt, breiten sich im Mundraum aus und regen den Speichelfluss an. Nach dem Schlucken breitet sich, neben der immer präsenten Süße, eine leichte Eichenwürze auf der Zunge aus. Leichte Säure ist spürbar. Erinnert mich an einen spätsommerlichen Apfel der als letzter am Baum so viel saftige Süße in sich hat, dass man sich kaum etwas besseres vorstellen kann.

Abgang:

Der Abgang ist mittel lang, sehr weich und süß. Ein sehr angenehmer Ausklang der zu diesem Whisky passt.

Fazit und Bewertung:

Ich habe mittlerweile schon ein paar von Marcos Abfüllungen probiert, sein Mut zu neuen ungewöhnlichen Wegen zeichnen sich aus. Der Glenlossie aus dem Tokaj-Fass ist für mich eine sehr interessante, ungewöhnliche und überaus lohnende Abfüllung die jeden Cent wert ist.

Lieber Marco, bitte weiter so. Grandiose Flasche…

Mein Beitrag gibt lediglich meine unabhängige Meinung und meinen Eindruck wieder.

Fakten
HerkunftslandSchottland
AbfüllerThe Refiners (Destille: Glenlossie)
Alter20 Jahre
Alkoholgehalt51,3 %. Vol
FarbstoffNein
KältefiltrierungNein
FassartEx-Bourbon
Fass FinishTokaj (Ungarischer Süßwein)
Preis119,90 €